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Schwerpunkte und Chancen der Waldkita

Im Wald gibt es weder Türen noch Wände, dafür Räume ohne Begrenzung. Die Grenzen gibt die Natur selbst. Im Wald geschieht immer irgend etwas Neues, die Umgebung verändert sich ständig. Der Wald schult alle Sinne der Kinder und spricht alle Entwicklungsbereiche des Kindes an: Grob- und Fein-motorik, Geschicklichkeit, Ausdauer, Sprache, Soziales Lernen. Die Waldkita will den Kindern die Natur und den Jahresablauf näher bringen, den Bezug zum Wald und seinen Lebenswesen vertiefen, den Wald als Lebens- und Erfahrungsraum mit allen Sinnen entdecken und neu nutzen. Damit wird auch die Umweltbildung und das Verständnis Sorge zur Natur zu tragen gefördert.
Das phantasie anregende Freispiel ohne vorgefertigte Spielwaren bietet viele Möglichkeiten. Es darf geforscht, ausprobiert und experimentiert werden. Der Wald ist aber auch Ort der Stille und bietet Rückzugsmöglichkeiten in einer nicht reizüberfluteten, weniger lärm- und stressbelasteten Umgebung.
Auf eine angepasste Eingewöhnungszeit wird grosser Wert gelegt.

 

Spielsachen

Die wichtigsten Materialien zum Spielen bietet die Natur. Im Wald erfinden die Kinder mit ihrer Phantasie und Kreativität viele Möglichkeiten zum Spielen, Toben, Experimentieren, Handwerken. Ein Ast kann zu einer Puppe werden, ein Tannenzapfen zu einem Auto.
Zum Weiterverarbeiten der Naturmaterialien werden verschiedene Werkzeuge und Bastelmaterialien wie z.B. Schnüre, Wolle, Stoff, Papier, Karton etc. eingesetzt.
Einfache, naturbezogene Spiele und Bilderbücher finden sich im Spielangebot der Gruppenleiterinnen.
Das Mitbringen von Spielsachen auf Wunsch der Kinder sollte vermieden wer-den oder mit der Betreuerin abgesprochen werden. Die Waldkita übernimmt für Beschädigung oder Verlust keine Haftung.

 

Räume und Aussengelände

Die Stadtgärtnerei (vertreten durch Herrn René Häfeli) hat die Bewilligung für die Nutzung des Elfenauhölzli Waldes als Erlebnisraum erteilt.
Als Schutzraum bei sehr schlechtem Wetter und als Basis für bestimmte Aktivitäten steht das Pfadiheim „Elfenau“ des Pfadicorps „Patria Bern“ zur Verfügung. Das Pfadiheim hat zwei beheizbare Räume mit separaten Eingängen. Der Raum ist mit Tischen und Stühlen ausgestattet und hat eine kleine Küche sowie ein WC als Annex.
Zum Umschwung des Pfadiheims „Elfenau“ gehören eine Spielwiese mit fest installierten Tischen und Bänken sowie eine Feuerstelle.

Die Kleinkindgruppe wird am Elfenauweg 66 in einem kleinen Haus mit Garten betreut. Die Räumlichkeiten umfassen 4,5 Zimmer verteilt auf zwei Stockwerke. Im Haus befinden sich Spiel-, Ruhe- und Aufenthaltsräume. Das Haus verfügt über eine Küche.
 

Leiterwagen

Ein Ersthilfe-Set, Natel, Isoliermatten, Trinkwasserkanister, Thermoskrug mit Tee, Toilettenpapier, Schaufel sowie diverse Werkzeuge und Bastelmaterialen werden von den Erzieherinnen in einem Leiterwagen / Handwagen mitgeführt. Ersatzkleider sind mit dabei oder im Pfadiheim deponiert.

Rucksack

Jedes Kind hat einen Rucksack mit ordentlichen Trägern und Bauchgurt, versehen mit Name und Adresse dabei. Im Rucksack sind: Eine Trinkflasche, ein feuchtes Tuch zum Abwischen von Mund und Händen, eine kleine Vorratsdose (für jeweiliges Znüni/Zvieri), allenfalls Ersatzkleider und Regenschutz.

Kleidung | Jahreszeiten | Wetter

Im Wald ist es meist kühler als ausserhalb. Deshalb und auch um vor Verletzungen zu schützen, gehören zur Waldbekleidung auch im Sommer lange Hosen und langärmelige T-shirts. Zudem ist im Frühling und Herbst Zecken-zeit, weshalb alle Körperteile bedeckt sein sollten. Der „Zwiebel-Look“ mit mehreren Schichten Kleidern eignet sich für die kühle Jahreszeit am besten. Gutes Schuhwerk, Gummistiefel, Gummihosen, Regenbekleidung und Finken sind Grundausrüstung.
Bei sehr schlechtem Wetter und gefährlicher Witterung wie Sturm, Gewitter und Temperaturen unter –10 Grad Celsius ist das Pfadiheim Dreh- und Angelpunkt für die Aktivitäten. Alternativprogramme sind für diese Ausnahmesituationen vorgesehen (Besuch Museum o.ä.).

Schlaf | Mittagsruhe

Das Pfadiheim bietet im Innen- und Aussenraum Möglichkeiten für die Mittagsruhe oder den Mittagsschlaf. Im Wald erfüllen selbstgebaute Hütten mit Plachen und Iso-Matten und Schlafsäcke den gleichen Zweck.
 

Gesundheit | Gefahren | Sicherheit | Aerztliche Betreuung

Die Kinder entwickeln im Wald generell eine gute körperliche Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer. Der Aufenthalt an der frischen Luft beeinflusst das Immunsystem positiv, Infektionskrankheiten entwickeln und verbreiten sich weniger / kaum. Die Bewegung in der Natur fördert zudem die Ausbildung der Grob- und Feinmotorik.
Rituale, Regeln und Grenzen haben auch in der Waldkita ihren festen Platz. Ganz besonders dort, wo sie der Sicherheit und der Vermeidung von Risiken dienen.
Erste-Hilfe-Set (Notfallapotheke) und Natel sind immer dabei.
Die Erzieherinnen sind immer zu zweit. Sie verfügen über die notwendigen, berufsbezogenen Kenntnisse (auch aus der Spezialisierung in Wald- und Umweltpädagogik), das Wissen aus dem Nothelfer-Kurs und haben jederzeit Zugriff auf einen Kontaktarzt für Notfälle. Bei kleinen Unfällen (z.B. wenn genäht werden muss) werden die Eltern benachrichtigt, damit sie das Kind zum Arzt begleiten können. Bei schwerwiegenderen Vorfällen wird die Sanität verständigt und erste Hilfe geleistet.
Naturgefahren wie Zecken und Fuchsbandwurm (sehr geringes Risiko in unserer Umgebung) versuchen wir wenn möglich vorzubeugen (durch angepasste Kleidung und Einhaltung von Hygieneverhaltensregeln).
 
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Textversion für blinde und sehbehinderte Personen © 2012 Kita Murifeld